Gabe an der Virgen de los Desamparados Mit dem Zünden der „Mascletà“ auf der Plaza del Ayuntamiento endet der erste Teil des Fallas-Begleiters. Darüber hinaus gibt es jedoch weitere Ereignisse, die man während der Fallas nicht verpassen sollte.

Nach der „Mascletà“ oder nach einer langen Tour, bei der die Fallas besichtigt wurden, müssen die Kraftreserven wieder aufgefüllt werden. Hinsichtlich des Essens ist Valencia eine außergewöhnliche Stadt. Neben der traditionellen Paella, die man in den empfehlenswerten Restaurants Racó del Turia oder Casa Roberto in dem Viertel Ensanche essen kann, bietet sich den Besuchern die Möglichkeit, die Küche von erstklassigen Restaurants zu genießen, die unter der Leitung von Talenten wie Ricard Camarena (unter anderem Canalla Bistró, Mercado Central oder Ricard), Quique Dacosta (Mercatbar und Vuelve Carolina), Bernd Knöller (Riff), Vicente Patiño (Saiti), Quique Barella (Q de Barella), Alejandro Platero (Macel.lum) oder Josep Quintana, in seinem gleichnamigen Restaurant gegenüber dem Mercado de Colón, stehen. Sollte man sich dem Trubel des Zentrums entziehen wollen, ist es ratsam, sich in die Nähe des Hafens zu begeben. Hier empfiehlt sich das Restaurant Casa Montaña im Viertel Cabañal oder das neue vielversprechende Restaurant Vinícolas mit traditioneller valencianischer Küche von Raúl Aleixandre.

Die vier Tage, an denen die Fallas stattfinden, sind voller Events, die den gesamten Tagesablauf der Falleros bestimmen. So gibt es Märsche, Preisverleihungen, Ehrungen usw. Zweifelsohne ragt hiervon jedoch ein Event besonders hervor, vor allem wegen der großen Teilnehmerzahl. Die „Ofrenda“ zu Ehren der Schutzpatronin Valencias, die Jungfrau der Schutzlosen, bildet einen wesentlichen Bestandteil der Fallas. An den zwei Nachmittagen vom 17. und 18. März marschieren Tausende Falleros verschiedenen Alters über zwei Wege (Calle San Vicente und Calle de La Paz) zur Plaza de la Virgen, wo sie sich an einer enormen Holzfigur der Jungfrau der Schutzlosen versammeln. Seit einigen Jahren tragen die Falleros glücklicherweise nicht mehr die offizielle in strengem Schwarz gehaltene Tracht. Heutzutage gibt es eine außergewöhnliche Vielfalt an Stoffen, mit denen vor allem die Trachten der Männer, die Saragüell und die Torrentí, verschönert werden.

Cremà der FallasBei Einbruch der Dunkelheit findet während der Feierlichkeiten zu den Fallas eine unendlich große Vielzahl von Vergnügungsevents statt. Fast jede Falla organisiert ihre eigene Feier oder ein Fest, von denen viele für die Öffentlichkeit zugänglich sind. Es gibt allerdings einen Ort, der besonders in seinen Bann zieht. Von der Puente de las Flores, die das ehemalige Flussbett des Turias überquert, werden Feuerwerkspektakel veranstaltet, die am 18. März mit der „Nit del Foc“ ihren Höhepunkt erreichen. Am 19. März können sich Falleros und Besucher in gewisser Weise ausruhen, da es eigentlich keine Veranstaltungen gibt, außer der außergewöhnlichen „Nit de la Cremà“, die ab Mitternacht die laufenden Fallas beendet. Traditionell versammeln sich in dieser Nacht die Besucher auf der Plaza del Ayuntamiento, um an der Cremà der größten Falla teilzunehmen. Wenn möglich, sollte man auch eine Falla eines kleineren Viertels aufsuchen. Hier bietet sich ebenso die Möglichkeit, eine einzigartige Nacht nah am Geschehen zu verbringen. Hinsichtlich der Nähe ist die Cremà der Falla PLaza del Pilar unvergleichlich. Da sie sich von Häusern eingeengt auf einem kleinen Platz befindet und die ninots, die Figuren, aus denen die Falla besteht, fast die Gebäude berühren, ist das, was vor der eigentlichen Cremà geschieht sehr sonderbar, denn dann bildet die Feuerwehr zu den angrenzenden Häusern einen feuerfesten Ring.

Wenn sie den ersten Teil lesen möchten, benutzen Sie folgenden Link: Ein kleiner Begleiter durch die Fallas.