RimontgóAm vergangenen 1.Juli veröffentlichte die US-amerikanische Zeitung New York Times ein umfangreiches Interview zwischen der Journalistin Vivian Marino und Bonnie Stone Sellers, Geschäftsführerin von Christie’s International Real Estate, Tochterfirma des bekannten Londoner Auktionshauses. Das Unternehmen konzentriert sich auf Luxusimmobilien und hat Rimontgó als exklusives Mitglied in der Valencianischen Gemeinschaft aufgenommen. Obwohl der Schwerpunkt des Interviews auf hochrangigen Immobilien in New York lag, beinhaltet es auch interessante Aussagen von Bonnie Stone Sellers über den internationalen Luxusimmobilienmarkt sowie die Zukunftspläne von Christie’s International Real Estate.

Zu den Erfolgen von Christie’s im vergangenen Jahr zählt Stone Sellers die Eingliederung von achtzehn neuen Mitgliedern in geografisch sehr wichtigen Standorten für den exklusiven Immobilienmarkt, wie Singapur, Dubai oder Monaco. Bonnie Stone Sellers (Anne Wermiel/New York Post)Stone Sellers betont zudem den Anstieg des Geschäftsvolumens um 29% Prozent. Das Verkaufsvolumen von 82 Billionen Dollar Ende 2012 stieg auf 106 Billionen Dollar Ende des vergangenen Jahres an.

Einer der springenden Punkte laut Stone Sellers im Interview an die New York Times ist, dass Schnelligkeit und Verkaufsanstieg, anstatt einer Preiserhöhung, die entscheidenden Faktoren für das Wachstum des Luxusimmobilienmarktes ist. Ebenso verwies Stone Seller auf die enge Beziehung zwischen Immobilienwerten und anderen Gütern, wie solche aus dem Kunstsektor. “Viele der aktiven Kunstinvestoren verfügen auch über diverse Immobilien”, so Stone Sellers.

Hinsichtlich der Luxusimmobilieninvestoren unterscheidet Stone Sellers zwischen drei Gruppen in ihrem Interview an die New York Times. Zum einen gibt es ausländische Investoren, die in London oder in einflussreichen Städten der Vereinigten Staaten einen sicheren Ort finden, wo sie ihr Kapital anlegen können. Dabei handelt es sich um Städte mit einem Lebensstil, der den Interessen angepasst ist und wo sie eventuell wohnen können, wenn sie ihre Kinder auf Schulen oder angesehenen Universitäten schicken möchten. Zum anderen findet man die sogenannten Millenials oder Mitglieder der Generation Y, die zum ersten Mal Geld von ihren Eltern bekommen oder sich im technologischen Sektor aufhalten und ihr verdientes Geld jetzt investieren möchten. Diese Bevölkerungsgruppe wurde zu einer interessanten Klientel für den Luxusimmobilienmarkt. Christie’s International Real EstateLetztlich nannte Stone Sellers die lokalen Investoren in großen Städten, die sich während des Konjunkturrückgangs zurückgezogen hatten, momentan aber wieder eine große Nachfrage im unteren Bereich des Luxusimmobilienmarktes (der Objekte zwischen einer und fünf Millionen Euro umfasst) erzeugen. Zu verdanken ist dies dem größer werdenden Vertrauen auf eine wirtschaftliche Wiederbelebung sowie die Finanzierungsrückzahlung. Im Bezug auf die Herausforderungen an Christie’s International Real Estate in naher Zukunft beschrieb Bonnie Stone Sellers eine größere geografische Expansion, mit asiatischen Hauptstädten wie Tokyo, sowie eine größere Synergie mit dem Kunstsektor und den Auktionen der Londoner Firma.