Eduard Mira Der Begriff ‘Renaissancemensch’ ist herkömmlich bezogen auf solche wie Leonardo da Vinci, dessen Wissen, Kompetenz und Weisheit weit über den Bereich nur eines Wissenszweigs hinausgehen. Während der Renaissance waren es typischerweise groβe Architekten, Mathematiker, Erfinder und Philosophen, aber konnten tatsächlich Menschen der Worte in mehreren Disziplinen sein. Die Art, wie er sich fast einer einzigen Beschreibung oder Fachrichtung widersetzt, macht Eduard Mira sehr zu einem Renaissancemenschen.

Der führende valencianische Soziologe und sprachwissenschaftliche Experte graduierte in Geschichte und Geographie, bevor er seine Untersuchungen auf diese Bereiche fokussierte, aber sich auch mit Wirtschaft, Soziologie, politischer Forschung und europäischen Sprachen verzweigte. Er wurde ein renommierter Experte in moderner Geschichte, was zusammen mit seinem Wissen über Geographie und seinem fast instinktiven Verständnis von sozialen, politischen und wirtschaftlichen Themen eine Mischung aus tiefgreifendem Verstehen der letzten Umsetzungen in ebenso scharfsinnige Einschätzungen der Prozesse erbrachte, die unsere Welt heute formen.

Ein Mann des Wortes

Demzufolge, traf der Akademiker, der an den Universitäten von Valencia und Alicante unetrrichtete, an der Europa-Universität in Burges und die Kollegen am King’s College in London und die Fitzwilliam and Gonville & Caius Universitäten in Cambridge besuchte, als Fachkraft bei vielen Ereignissen und Themen auf, die von linguistischem und kulturellem Erbe bis hin zu Politik und Stadtplanung reichten. Im letzteren Fall arbeitete er für den Konzil Europas als Berater im architektonischen und städtischen Angelegenheiten auf Ibiza und in historischen Städten wie Krakau und Ljubljana. Seine Berechtigungsnachweise genügen um Seiten zu füllen, und enthalten Empfehlungen und Auszeichnungen für seinen Beitrag zum Lernen und der Kultur in ganz Europa, inklusive hochgeachteter Artikel in Neapel und Brüssel, wo er Direktor der Instituto Cervantes war.

Escacs de Mort by Eduard MiraNoch hoochdekorierter als der ehemalige Premier, Sivio Berlusconi, in Italien, ist Eduard Mira vielleicht am meisten bekannt in akademischen Kreisen für seinen Beitrag zur Studie von sozialem, historischem, politischem, wirtschaftlichem und architektonischem Einfluss, der die europäischen Städte ausbildete. Gewiss sah er viele Vorzüge in der dichtgepackten Bindekraft  der mittelalaterlichen Stadt, in der die Dichten sich im Zentrum sammeln, um den Druck auf das städtische Umland zu entlasten. Professor Mira glaubt, dass moderne Stadtplaner Gutes beitragen würden, wenn sie ihre Aufmerksamkeit auf die Stunden der Vergangenheit lenkten, lieber als blindlings den Lehren von teurem modernen Bauentwurf zu folgen.

Eduard lebt und arbeitet am Hafen von Jávea, weniger als 30 m vom Strand entfernt, den er als Kind immer besuchte, und hat eine starke emotionale Verbindung zu dem Ort, wo er hart arbeitete, um einen Bauplan für Umweltschutz zu erstellen. Das, wo er schreibt und seine wissenschaftliche Arbeit fortsetzt, ist in seinem zu Hause seiner Heimatstadt im alten Fischerviertel, umgeben von Büchern. “Ich würde sehr gerne die Bildung einer Umweltschutzpolitik für Küstenstädte wie Jávea auf die Art sehen, mit der ich zu Städten in Zentral- und Osteuropa beigetragen habe. Ich denke, dass mehr Charme des Tourismus hinzugefügt werden kann durch das Wiederherstellen von einigen einzigartigen Merkmalen von Orten wie diesen.”

Aus der Vergangenheit lernen

“In meinen Reisen war ich in der Lage die mittelarlterlichen Juwelen Toskana und Flandern zu bewundern, ebenso wie die Schönheit von Städten wie Cambridge und Heidelberg, die weiterhin gut in einem modernen Kontext funktionieren, und häufig hindeute auf die Weise der Holländer, wie sie ihre hoch bevölkerten Territorien als eine Alternative zu unserer landeshungrigen Entwicklungsmethode leiten.” Leider wird sein Rat nicht immer befolgt, doch seine Schriftzüge, ob akademisch oder literarisch, machten die Öffentlichkeit immer neugierig. ‘De impure natione’ (1986) war ein mächtiges Band, das geschluckt werden musste, jedoch beeiflusste es eine Generation von Denkern und wird heute noch gelesen, während ‘Das Mittelmeer, zwischen Europa und dem Islam’ ein Prolog zum Golfkrieg war und unmittelbar vor diesem historischen Ereignis erschien.

Gegenwärtiger gab sich Eduard Mira den Romanen hin, die zwangsläufig sein reiches geschichtliches Wissen zeichnen, um ein Stück auszufädeln und Charaktäre voller Leben zu kreireren, Vorstellung und Ausstrahlung. Die Vergangenheit wird lebendig in den Seiten von ‘Les tribulacions d’un espia vell’, veröffentlicht in Katalanisch/Valencianisch im Jahre 2006, vor kurzem ins Spanischhe übersetzt in ‘Der seltsame Fall der Schwarzen Pest’. Um die Figur des Geoffrey Chaucer geschaffen, ein Spion und Diplomat des 14. Jahrhunderts vor allem bekannt für seine ‘Zeitschriftenständiererzählungen’, nimmt das Buch einen mit durch ein  bis zu seinem Kern durch den erbarmungslosen Ansturm der Schwarzen Pest geplagtes Europa, die in kurzer Zeit die Weltbevölkerung um ein Drittel verringerte.

Antworten für die Zukunft

Eduard Mira libroIn einer Welt taumelnd am Rande, in der Verdacht und Aberglaube den Platz von Stolz, Ansehen und Sicherheit einnahmen, wurde Chaucer rausgeschickt, um die Usprünge dieser Menschheitspest zu entdecken. Wennauch er das tut, was im Buch enthalten ist, dennoch haben einige bereits Parallelen zu den Ereignissen gezogen, die die Existenzfolge des 15. Jahrhunderts so mächtig und unser in Ungande fallen in letzter Zeit bezweifelten. Dazu befragt bleibt Eduard Mira zurückhaltend: “Leute sollten dem Buch ihre eigenen Botschaften und Schlussfolgerungen entnemen, oder es einfach als ein geschichtliches Abenteuer genieβen, und ja, da sind Vergleiche die zu machen sind…”

Die Tiefe und Weite seines Wissens ist die Grundlage für eine hochentwickelte persönliche Weisheit, die Eduard Mira vermeiden lieβ, herkömmliche politische Parteibündnissen, Klassenbestimmung und Steuerung der Konjuntur zu klassifizieren, die rauskamen, um politische Defizite der Doktrin nicht nachträglich gegenübert zu stellen, sondern lange bevor die meisten das Problem erkannt haben. Macht ihn das süffisant, überheblich und arrogant? Nein, möglicherweise eines der reizendsten Dinge über diesen teilweise Intelektuellen ist, dass er sein Wissen mit Bescheidenheit, Menschlichkeit und vor allem mit einem Sinn für Humor und Optimismus  trägt, der einer Leidenschaft für das Leben entspringt.