LenaGalizien ist eine Region, die für ihre reiche Geschichte, stolze und vielseitige Kultur,  eine atemberaubende Landschaft und die Schönheit seiner Naturkulisse bekannt. Es kommt also nicht überraschend, dass seine Landschaft die Kulisse vieler Filme ist und zahlreiche Regisseure und Produzent sich entschieden, dessen Geschichte zu erzählen und seine farbenprächtige Vergangenheit auf die große Leinwand zu bringen.

Viele der Filme, die in Galizien, dieser wunderschönen, unvergesslichen und temperamentvollen Region spielen und oder gefilmt wurden sind heimisch. In letzter Zeit gibt es aber auch immer mehrere ausländische Filme und sogar Hollywood Produktionen, die sich vom Charakter, dem Charme und der Geschichte dieser einzigartigen Gegend Spaniens inspirieren lassen.

Lena, 2001 veröffentlicht, ist ein Teenage-Drama mit ein paar Schießereien, gepaart mit Mafia Action und spielt in einem unbenannten galizischen Fischerdorf. Der Film erzählt die Geschichte von Lena, einer Achtzehnjährigen, die mit Armut und der Not dieser einst mit Schiffbau florierenden Fischergemeinde, die nun auf harte Zeiten stößt. Sie träumt davon das Dorf und ihren schwer trinkenden Vater hinter sich zu lassen, um im Ausland zu studieren. Als sie eines Tages zurückkehrt und ihn schlimm zugerichtet auffindet, bietet sie sich selbst den Mafiosi an und beginnt für jene zu arbeiten, um die Schulden ihres Vaters zu begleichen.  Dies ist der Beginn einer aktionsgeladenen und dramatischen Geschichte, die von Träumen, Kriminalität und einer Romanze erzählt. Obwohl es in Lena um wenig sympathische Drogenkuriere geht, zeichnet sich der Film durch die phänomenale Darbietung der Protagonistin, die von Marta Larralde gespielt wird, aus und macht den Film zu einem mitreißenden Drama, das nicht allein wegen der fabelhaften Landschaftsaufnahmen so sehenswert ist. Die Kinematografie fängt auf unbeschreibliche Weise, die Schönheit der galizischen Küste, mit wunderbaren Landschaftsaufnahmen ein und man kann eigentlich nicht anders, als sich in die malerische Landschaft dieser Region zu verlieben.

Das Meer in mirDas Meer in mir (Mar adentro) mit dem spanischen Oscar Gewinner und Frauenschwarm Javier Bardem in der Hauptrolle, erzählt die wahre Geschichte von Ramón Sampedro, der eine 30 Jahre lange Kampagne zugunsten der Sterbehilfe führte und um sein eigenes Recht zu sterben kämpfte. Sampedro, Fischer und Teilzeit Poet, hatte mit nur 26 Jahren einen katastrophalen Autounfall, der ihn bettlägerig und querschnittsgelähmt lies. Der Film holt ihn mit 54 ein, wo dessen Überleben einstig und allein von seiner Familie abhängig ist und er mittlerweile sein Leben als sinnlos, frustrierend und eine Last für andere ansieht. Er wünscht sich mit der wenigen Würde die ihm noch bleibt zu sterben und wir folgen den folgenden dramatischen Rechts-, Moral- und Ethikdebatten und dem Herzschmerz auf seinem Weg sein Leben zu beenden. Eine Zusammenarbeit zwei der talentiertesten Figuren im zeitgenössischen spanischen Kino, Schauspieler Bardem und Regisseur Alejandro Amenábar. Das Meer in mir ist ein wunderbar gestalteter Film, mit herzzerreißenden Darbietungen und einem hervorragenden Einblick in die Stärken und Schwächen des menschlichen Geistes.

Diese zwei sehr verschiedenen und faszinierenden Filme, die alle in Galizien spielen, zeigen verschiedene geschichtliche Perioden, behandeln verschiedene Themen und kommen aus verschiedenen Genres und tragen die verschiedensten Stimmungen. Sie haben jedoch alle eines gemeinsam, den Triumph der Menschlichkeit.

Galizien ist aufrund seiner Schönheit, seines Charakters und seiner Vitalität, schon seit Langem eine Inspiration für viele Künstler, Musiker und Bildhauer. Diese Filme zeigen einmal mehr die ununterdrückbare Menschlichkeit seiner Bewohner!