Maglev-Züge in ShanghaiDer Begriff erinnert zwar an Science-Fiction-Filme, doch da die Japaner auch die Pioniere der bahnbrechenden Hochgeschwindigkeitszüge aus den 60er Jahren waren, wird die Nachricht über die neueste Generation von außergewöhnlichen Hightech-Lokomotiven sicherlich kein Scherz sein.

In der Tat plant Japan eine neue Serie von Zügen zu entwickeln, die mit einer Geschwindigkeit von 500km/h das Wort  “Hochgeschwindigkeit” neu definieren wird. Zudem werden diese Züge geradezu in der Luft schweben – wenn nicht sogar “fliegen”, was bei solchen Geschwindigkeiten sicherlich ein angemessener Begriff als “schweben” wäre. Das dahinter liegende sogenannte “Maglev-Konzept” existiert jedoch bereits seit einiger Zeit.

Das Konzept, welches urprünglich aus den 60er Jahren stammt, brachte viele verschiedene Prototypen hervor, bevor es für das “Highspeed-Schienennetz” Chinas im Jahre 2004 in Gebrauch genommen werden konnte. Die neuen Züge, die sich noch in Entwicklung befinden, unter der Aufsicht von “Central Japan RailWay Co. (JR Tokai)”, werden das Konzept auf ein höheres Niveau bringen, und wenn alles nach Plan verläuft, werden wir im Jahre 2027 den Ersten besteigen können.

Japans MagnetschwebebahnSind Sie etwa ungeduldig? Aber seien wir mal ehrlich, es erfordert doch noch ein hartes Stückchen Arbeit, bis man einen Zug dazu gebracht hat, mit halsbrecherischer Geschwindigkeit auf einem Luftkissen durch ein dicht bevölkertes Land fahren und in Nagoya ankommen zu lassen, nachdem er 20 Minuten zuvor in Tokio losgefahren ist. Vor allem, wenn man bedenkt, dass die Shinkansen-Züge für diese Strecke 90 Minuten brauchen, möchte man doch, dass das Bahnunternehmen sicher stellt, dass alles einwandfrei und sicher verläuft.

Die Maglev-Züge haben keine Räder, stattdessen schweben sie buchstäblich auf einem Luftkissen, getrieben von elektromagnetischer Anziehungskraft und befreit von der Reibung, die durch den Kontakt zwischen den Metallrädern und dem Gleis entsteht. Aber nicht nur das, sie bieten außerdem eine bequemere und sauberere Form von Langstreckenreisen an, als ihr Hauptkonkurrent: Das Flugzeug. Es mag sich hierbei um eine enorme Investition und um einen langjährigen Entwicklungsprozess handeln, jedoch verdient Japans ständiges Engagement, sich als Spezialist auf diesem Feld zu beweisen, ein großes Lob.