Wandgemälde von Juan Bautista SegarraDie alicantinische Ortschaft Jávea, Geburtsort des Malers Juan Bautista Segarra (1916-1994), wird der endgültige Aufbewahrungsort für eines seiner am wenigsten bekannten Werke. Es handelt sich dabei um ein riesiges Wandgemälde (Breite: 11 Meter), das mehr als 70 Jahre als dekoratives Element (gezeichnet im Jahr 1952) im López-Criado, Herrenbekleidungsgeschäft, eines der einzigartigsten Gewerbe dieses Sektors in Valencia, zu sehen war. Auf Empfehlung von Mariano García, eines langjährigen, valencianischen Möbelhändlers und Innenarchitekt des López-Criado Ladens, beteiligte sich Segarra an der künstlerischen Gestaltung. Das Wandgemälde spiegelt eine dynamische Jagdszene von Reitern auf mehreren Pferden wieder.

Julio López und Empar Bolufer CastellóJuan Bautista Segarra, der in Jávea geboren und als Maler in Mallorca ausgebildet wurde, gehört der berühmten Grupo Z an, einer Künstlerbewegung der Stadt Valencia. Nach seinem Umzug in die Hauptstadt Spaniens, war er als Dozent und Maler tätig, kümmerte sich aber nebenbei um verschiedene, großflächige Wandgemälde in öffentlichen und privaten Gebäuden in Madrid, wie beispielsweise im Hotel Palace.

Für den Eigentümer des Geschäftes, Julio López, war es wichtig vor seinem baldigen Ladenumzug eine Möglichkeit zu finden, das Gemälde zu schützen, weshalb er in Kontakt mit verschiedenen Einrichtungen trat. Sein Anliegen dabei war, das Wandgemälde mit der notwendigen Hilfe unbeschadet transportieren zu können. Unter den Einrichtungen befand sich CulturArts, von deren Restaurationsverantwortlichen Carmen Pérez er Rat einholte, das Museumskomitee unter der Leitung von Felipe Garín und das Rathaus von Jávea, die Ortschaft in der das Gemälde endgültig aufbewahrt werden wird. Als möglicher Ausstellungsort für das große Wandgemälde gilt das Museo Arqueológico Soler Blasco, das sogar über einen dem Künstler gewidmeten Saal verfügt. Darüber gibt es aber keine offizielle Bestätigung.

Vergangene Woche fand die Übertragungszeremonie des Wandgemäldes in den Räumlichkeiten des ehemaligen Geschäftes statt. Daran beteiligt waren Julio López und Übertragungszeremonie des WandgemäldesEmpar Bolufer Castelló, Stadtrat für Kultur, Bildung und Gleichberechtigung des Rathauses von Jávea. Empar Bolufer legte in der Einverständniserklärung fest, dass der Gemeinderat dieser Ortschaft “die Kosten für die Überführung und die Restauration des Kunstwerkes tragen wird”. Außerdem gestand Bolufer ein, dass ihm die Existenz des Wandgemäldes nicht bewusst war. Weiter erklärt er: “Felipe Garín hat den Bürgermeister, José Chulvi, kontaktiert und ihm davon berichtet, dass sich dieses Gemälde in Valencia befindet. Von diesem Zeitpunkt an arbeiteten wir zusammen am dringenden Abbau des Wandgemäldes, der Restauration und dem Umzug.“