‘Andy Warhol’ von Jack MitchellDer Abend des 12. Novembers vergangener Woche markiert einen Wendepunkt im langen geschichtlich Werdegang von Christie’s. Das Londoner Auktionshaus schaffte unter anderem dank der Versteigerung von drei Andy Warhol-Werken, ihren eigens in 2013 erzielten Rekord zu übertreffen. Letztes Jahr hatte Christie’s an einem überaus erfolgreichen Abend durch die Versteigerung des Werkes Three Studies of Lucian Freud von Francis Bacon für 142 Millionen Dollar (105 Millionen Euro), einen Gesamtwert von 611 Millionen Dollar erzielt. Dieser Wert stellt zugleich auch die höchste Summe dar, die jemals für ein Kunstwerk von Bacon gezahlt wurde (2008 gab Roman Abramovich für ein anderes Tryptichon des britischen Autors 64 Millionen aus) und Three Studies of Lucian Freud zugleich auch das teuerste versteigerte Kunstwerk der Geschichte.

Die eingenommenen 846 Dollar des vergangenen Mittwochs bedeuten somit einen neuen Rekord in der gesamten Kunstauktionswelt. Der Gewinn ist insbesondere auf die Versteigerung von drei Andy Warhol-Werken, davon das kultige Triple Elvis für 65,7 Millionen Euro, Four Marlons für 55,8 Millionen Euro und seine spezielle Mona Lisa-Version für 4,7 Millionen Euro zurückzuführen. Trotz des durch und durch positiven Verlaufs der zeitgenössischen Kunst-Soirée, gelang es Warhol nicht seinen eigenen Rekord zu schlagen. Diesen hatte er 2013 mit dem für 80 Millionen Euro versteigertem Kunstwerk Silver car crash aufgestellt.

Die Kunstschaffenden, deren Werke hingegen ein neuen Maximalwert erzielten, sind unter anderem Cy Twombly, mit einem auktionierten Kunstwerk für 55,8 Millionen Euro oder George Baselitz mit einem Werk für 5,9 Millionen Euro. Trotz hoher Erwartungen blieb Francis Bacons Bild’Triple Elvis’ und ’Four Marlons’ von Andy Warhol Seated figure weit von einem neuen Rekord entfernt, welches schließlich für 32 Millionen Euro versteigert wurde.

In den Worten von Brett Gorvy, Vorsitzender und internationaler Leiter der zeitgenössischen Kunst und Nachkriegskunst von Christie’s, kann das Auktionsresultat als „Hit beschrieben werden, welcher gleichzeitig ein Zeichen für das Vertrauen in den Kunstmarkt darstellt“. Gemäß dem leitenden Verwaltungsratsmitglied Steven Murphy ist der Erfolg des 12. Novembers „ein Meilenstein in der Kunstgeschichte, der gezeigt hat, dass die Wertschätzung von Kunstwerken heutzutage universelle Ausmaß angenommen hat“.