Plakat der Ausstellung Nits de TintaVom 9. Oktober bis zum 10. Januar 2016 bietet das Museu Marítim de Barcelona die Fotoausstellung „Nits de tinta“. Unter diesem Titel versteckt sich eine Auswahl an Bildern, die von den Fotografen Jake Abbott und Felipe Escolano, Mitglieder des Studios Pelut i Pelat, stammen und an die Geschichte von den Pesqueres erinnert, eine traditionelle Fischfangkunst der Gegend Marina Alta. Abbott und Escolano, Mitarbeiter von Rimintgó, haben ein Jahrzehnt an den Vorbereitungen dieser Ausstellung gearbeitet, indem Sie mehr als zehntausend Bilder und zweihundert Stunden an Drehmaterial gesammelt haben, um schließlich eine schöne Ausstellung zusammenzustellen, die aus schwarz-weiß Portraits der Hauptdarsteller der Pesqueres und deren Familien sowie aus Panoramaaufnahmen und Szenen bestehen, die von dieser traditionellen Kunst des Fischfangs sprechen, die einmalig auf der Welt ist. Die Ausstellung wird durch audiovisuelle Medien vervollständigt, die unter anderem Interviews und spektakuläre Unterwasseraufnahmen beinhalten.

Les Pesqueres sind Strukturen aus zusammengeführten Schilfrohrgeflechten in den Wänden der Felsenküsten entlang von Marina Alta, in geringer Höhe über dem Mittelmeer und über enge Wege erreichbar. Während der schlechten wirtschaftlichen Lage wurden sie von Landwirten und Tagelöhnern der Ortschaften Gata, Calpe, Jávea oder El Poble Nou de Benitatxell benutzt, die somit ihre knappen Einnahmen durch diese riskante Methode des traditionellen Fischens aufbesserten. Diese wurde zwischen der Weihnachtszeit und dem Frühling ausgeübt. In der Nacht lockten die angezündeten Karbidlampen Meerestiere wie Tintenfische, Sepien oder Felsenfische an. Die Methode der Pesqueres, die aus dem 15. Jahrhundert stammt, gelang mit den Jahren immer mehr in Vergessenheit, auch wenn heute ein paar dieser Strukturen wieder zum Leben erweckt wurden. Diese Verbindung mit dem Mittelmeer zeigt Parallelen mit anderen Arten des traditionellen Fischfangs in Ibiza oder Formentera, die ebenfalls in der audiovisuellen Darstellung der Ausstellung zu sehen sind.