Internationales Prestige für Toni Sánchez' Pop ArtDer Weg von Toni Sánchez, einem in Valencia geborenen Künstler, führte ihn nicht sofort zur Kunst. Im Gegenteil, seine ersten Interessen richteten sich auf das Rechtsstudium; eine Karriere, die er zugunsten seiner wahren Leidenschaft aufgeben sollte, dem Grafikdesign in der Escuela de Artes y Oficios de Valencia (einer valencianischen Schule für angewandte Kunst), mit besonderer praktikscher Anwendung im Werbebereich. Laut Sánchez kann die Interaktion zwischen Kunst und Design am besten im kommerziellen Gebrauch gesehen werden: „Meiner Meinung nach ist das Design die kommerzielle Seite der Kunst, besonders im Fall der Pop Art. Viele Designs, darunter echte Firmenlogos, sind tatsächlich hochgeschätzte Kunstwerke geworden.“

Toni Sánchez reiste bereits in die Vereinigten Staaten, wo er verschiedene Arbeiten ausführte, dank derer er in unterschiedliche Industrien wie die Musikindustrie verwickelt wurde. Während seiner Zeit dort lernte er die Pop Art kennen, einen künstlerischen Stil, der ihn besonders aufgrund der Arbeit der zwei bedeutendsten Vertreter Andy Warhol und Roy Lichtenstein verführte. „Was mich bei der Pop Art anzieht ist sein populärer Charakter“, erklärt Sánchez, „sie erreicht ein großes gesellschaftliches Publikum, und ist wie die Rockmusik über Anzeigen oder Konsumgüter seit mehr als 50 Jahren in unserem Leben gegenwärtig.“ Auch heute erfreut sich die Pop Art immer noch der Sympathien eines großen Publikums, Beweis hierfür sind die für 2014 vorgesehenen Ausstellungen in Museen wie dem Thyssen oder Tate Modern. Diese Zeitlosigkeit schreibt Sánchez ihrem „erreichbaren, fröhlichen, farbenfrohen und kommunikativem“ Charakter zu. Toni Sánchez findet eine Ähnlichkeit in, wie könnte es anders sein, der Musik: „Es ist wie bei den Themen von Elvis, den Rolling Stones oder den Beatles, sie werden immer gut ankommen, weil sie ein wahres Gefühl von Wohlbefinden übermitteln. Sie würden zum Beispiel nie einen Studenten mit einer Mappe, die  mit Fotos von ‘Saturn verschlingt seinen Sohn’ bedeckt ist, sehen, doch dafür sehen Sie junge Leute, die T-Shirts mit aufgedruckten Werken von Warhol oder Lichtenstein tragen.“

Ausstellung von Werken von Toni SánchezSánchez begann seine Arbeit in der Pop Art weiter zu entwickeln und spezialisierte seine Kunst in der bekannten Benday Dots Drucktechnik, die von dem Illustrator und Drucker Benjamin Henry Day 1879 entwickelt wurde und die daraus besteht Farbe über die Verbindung von kleinen Punkten auf ein Papier zu übertragen. Diese Technik verbreitete sich während der 1950er und 1960er Jahre über die Veröffentlichung von Bildergeschichten und Comics, die auf einfachem, holzhaltigem Papier gedruckt wurden, weit in der Grafikindustrie. Der Begriff Pulp, welcher von Detektivgeschichten bis zur Science-Fiction verschiedene Arten der Fiktion umfasst, und der sich durch ein billiges Papier und schnellen Konsum charakterisiert, rührt von dem Gebrauch dieses Papiers für den Druck her. In der Pop Art geht es darum, die 300 Punkte pro Zoll, welche traditionell im Offset gedruckt wurden, in großem Umfang wieder zu geben. Laut Sánchez besteht die größte Herausforderung bei der Anwendung dieser Technik darin, den richtigen Durchmesser jedes Punktes abhängig vom Bild zu bestimmen. „Es geht darum nicht zu viele Punkte zu benutzen und gleichzeitig darauf zu achten keine leeren Räume übrig zu lassen.“ Eine andere Schwierigkeit entsteht bei der Auswahl des richtigen Winkels, „sodass über Farbüberlappungen, Positionen und geometrische Kombinationen eine Empfindung erreicht wird, die auf verschiedenen Farben basiert, ohne sie dabei jedoch jemals zu vermischen“, erklärt Sánchez.

Zurück in seiner Heimatstadt arbeitete der valencianische Künstler bei zahlreichen Gelegenheiten am Design und der Dekoration von verschiedenen Segelteams, die am America’s Cup teilnahmen, mit. Toni Sánchez’ Pop Art war kürzlich sowohl auf valencianischem Boden (in der Inmoart Gallerie in Moraira), sowie im Ausland (in der Gallerie Next Estate in Berlin) zu sehen. Die DTR Modern Galleries in New York hieß die Ausstellung als nächstes willkommen, welche gegenwärtig die Arbeit des valencianischen Malers zusammen mit anderen international bekannten Künstlern beherbergt. Es sind zudem immer noch Werke von Toni Sánchez in der Gallerie M1 Fine Art in London ausgestellt; der Stadt, in die er mit großer Wahrscheinlichkeit anlässlich der Chelsea Art Fair zurückkehren wird.